Koi Lexikon

Ogon

Wer sich mit Kois beschäftigt, kommt nicht umhin, sich auch mit Japan zu beschäftigen. Denn Kois zu züchten, ist nicht nur ein einfacher Erwerbszweig zum Geldverdienen, es ist eine japanische Lebensphilosophie. Der Ogon ist der goldene unter den Kois, er ist immer einfarbig und metallisch glänzend. Eine geringfügige Farbabweichung spielt keine Rolle, Hauptsache, die Farbe verläuft ohne Schattierung von Kopf bis Schwanz. Die Brustflossen der Ogons sind größer als bei anderen Koi-Arten, sie sollten der Farbe des Körpers ähneln, in keinem Fall dürfen sie durchsichtig sein. Seit einiger Zeit werden auch silberne Ogons gezüchtet, sie werden Hikari-mujimono genannt. Die sechs wichtigsten Variationen vom Ogon Koi sind: Yamabuki, Platinum, Orenji, Hi, Nezu und Shiro.

Hälterung von Ogon Koi

ogonOgons bevorzugen saubere sauerstoffhaltige Gewässer mit einer Tiefe von mindestens zwei Meter. Bei idealen Bedingungen und Wassertemperaturen von 18 bis 22 Grad können sie über siebzig Jahre alt werden und eine Länge von neunzig Zentimeter erreichen. Liegt die Temperatur des Wassers jedoch unter zehn Grad, reduziert sich der Stoffwechsel der Fische. Dann sollte nicht mehr gefüttert werden, da es die Tiere zu sehr belastet. Nachts läuft bei den Ogons wie bei uns Menschen die Verdauung verlangsamt ab, daher sollte in den späten Abendstunden auch kein Futter mehr angeboten werden. Der Ogon ist bei seiner Futtersuche nicht wählerisch, er ist ein Allesfresser und wird in Insiderkreisen auch “Teichschwein” genannt. Deshalb gilt: überfüttern Sie Ihren Ogon nicht! Das Futter sollte idealerweise passend zum Gewicht des Ogon abgewogen werden. In den Aufzuchtgebieten Japan, Südafrika, Israel, Singapur und Thailand werden große Mengen Salinenkrebse und lebendige Rädertierchen als Futter benötigt. Japanische Zuchtgewässer enthalten zudem ein tonhaltiges Mineral, welches für die brillanten Farben der Ogons verantwortliche ist.

Typische Krankheiten

Alle Kois sind anspruchsvoll. Ogons sind uns lieb wie Haustiere und deshalb stellen wir sie bei Krankheiten dem Spezialisten vor. Es gibt verschiedene Ursachen, wenn sich ein Ogon nicht wohl fühlt. Diagnostiziert der Tierarzt eine schwere bakterielle Infektion, verschreibt er Antibiotika. Weitere bedrohlich verlaufende Krankheiten sind die infektiöse Bauchwassersucht und die Weißpünktchenkrankheit. Auch Parasiten, Herpesviren, Fischegel oder Karpfenläuse können die Ogons befallen. Ein Anzeichen dafür ist das Scheuern ihrer Rückenschuppen an den Teichrändern oder an anderen Fischen. Auch das Springen der Ogons auf der Wasseroberfläche oder das fast unbewegliche Liegen auf dem Teichgrund sind ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Optisch sichtbare Krankheitsanzeichen sind ein aufgedunsener Leib, Schleimabsonderungen und blutunterlaufenen Stellen. Wer seine Tiere täglich aufmerksam beobachtet, lernt es, erste Alarmzeichen für eine auftretende Krankheit schnell zu erkennen. Um die Therapieerfolge zu untermauern, sollte anschließend eine Quarantänehaltung erfolgen. Es gibt auch vom Arzt verschriebene medizinische Vorsorgebäder, die hauptsächlich im Herbst und im Frühjahr zur Anwendung kommen.

Doch es reicht nicht aus, ihre Ogons zu schützen. Der Gartenteich selbst ist vielen Gefahren ausgesetzt, sei es aus der Luft oder vom Ufer her. Sie können den Teich nicht Tag und Nacht bewachen, Fischreiher, streunende Katzen oder Nagetiere warten nur auf die Gelegenheit, sich Ihren Ogon zu schnappen. Hier können batteriebetriebene Teichwächter zum Einsatz kommen. Ein “Reiherschreck” wird an den Gartenschlauch angeschlossen und verpasst dem angreifenden Tier eine gezielte Wasserfontäne. Der “Cat-&-Dog-Stop” dagegen arbeitet sanft im für Menschen unhörbaren Ultraschallbereich. Beide Produkte sind im Koi-Fachhandel erhältlich und unterscheiden sich preislich kaum.

Generelles zu Koi Karpfen

Bei der Gestaltung des Teiches sollten Sie beachten, dass der Boden ausreichend besiedelt und sparsam mit Sumpfgewächsen bepflanzt wird. Große Steine vervollkommnen den ästhetischen Anblick. Sie haben gleichzeitig den Effekt, dass die Ogons die Pflanzen nicht als Nahrung benutzen und dass sie sich nicht im Gewirr verfangen. Deshalb sind Hornblatt, Seerose und Rohrkolben für den Schwimmbereich ihrer Ogons gut geeignet. Der Uferbereich kann mit einem breiten Kiesrand oder mit verschiedenen Gewächsen gestaltet werden. Die richtige Balance in Ihrem Koiteich garantiert die Gesundheit Ihrer Fische. Denn ein Teich für Ogons stellt andere Ansprüche als ein reiner Naturteich. Eine erstklassig funktionierende Filteranlage garantiert gute Wasserqualität. Die Werte sollten jede Woche elektronisch gemessen werden. Dies ist besonders im Sommer bei hohen Lufttemperaturen nötig. Wird das Teichwasser grün, liegen die Nitratwerte zu hoch und es kommt zu vermehrtem Algenwachstum. Auch Brunnenwasser ist nicht geeignet und Leitungswasser sollte vorher gereinigt werden, denn Chlor ist für die Ogons sehr giftig.

Kaufen Sie sich Ihren Ogon im Frühjahr, dann hat der Fisch über den Sommer genug Zeit, sich an Teichmitbewohner und verändertes Milieu zu gewöhnen. Versuchen Sie möglichst behutsam, den Umsiedlungsstress für Ihren Ogon so klein wie möglich zu halten.

Ogon Preise & Teichplanung

Preise spielen bei Koi-Liebhabern nicht die große Rolle. Einen Ogon bekommt man schon unter einhundert Euro und nach oben sind wie bei fast allen Koi Karpfen keine Grenzen gesetzt.

Lassen Sie sich in der Planungsphase des Teiches und beim Kauf unbedingt von Experten beraten und kaufen Sie beim Händler Ihres Vertrauens. Die Lektüre von Ratgeberliteratur im Vorfeld ist hilf- und aufschlussreich. Ein Ogon kann Sie Ihr ganzes Leben lang begleiten und Sie können eine freundschaftliche Beziehung zu ihm aufbauen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem Ogon.

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