Koi Lexikon

Koi Futter

Karpfen sind im Grunde genommen Allesfresser, und bei Kois verhält sich das nicht anders. Koi ist die Kurzform der japanischen Bezeichnung Nishikigoi – es handelt sich also um Zuchtkarpfen (Zier- oder Prachtkarpfen) aus Asien). Allerdings sollte man immer unterscheiden, ob ein Fisch in freier Wildbahn frisst, um zu überleben, oder ob er im Teich Futter in optimaler Nährstoffzusammensetzung erhalten soll. Das kann unter Umständen einen großen Unterschied machen, denn die richtige Zusammensetzung des Futters garantiert Langlebigkeit, Farbenpracht und Gesundheit der Karpfen.

Koifutter – Ernährungsgrundlagen

koi-futterHandelsübliches Koifutter hat eine recht hohe Nährstoffdichte und einen Rohproteinanteil von etwa 30%. Das ist bereits hochwertiges Futter, auch wenn die seltsam riechenden Flocken nicht so aussehen. Die Karpfen brauchen keine großen Mengen von dem Futter, weil die Nährstoffdichte bereits hoch ist. Wird zu viel gefüttert, dann sinkt das Futter im Teich ab, bildet einen Bodenbelag, in dem sich Bakterien und Algen wohl fühlen – die Wasserqualität leidet, und damit auch die Karpfen. Denn Koi brauchen zur vollen Entwicklung ihrer Farbenpracht keimfreies Wasser. Das erklärt, warum die prächtigen Fische in Asien zwar in riesigen, sehr gut gepflegten Naturteichen gehalten werden, in Europa jedoch häufig in steril wirkenden Zuchtanlagen. In Europa gezüchtete Koi sind häufig kleiner, denn die Fische brauchen nicht nur relative Keimfreiheit in ihrem Teich, sondern auch sehr viel Platz – sonst erreichen sie zwar auch irgendwann ihre volle Größe, aber eben nicht so schnell. Und ebenso wie der zur Verfügung stehende Platz und die Wasserqualität ist auch die Futterzusammensetzung für das Wachstum der Fische wichtig: Stehen zu wenige Nährstoffe zur Verfügung, oder sind sie in einem nicht ausgewogenen Verhältnis vorhanden, so wachsen die Fische langsamer, entwickeln ihre Farbenpracht nur unvollständig und erreichen unter Umständen kein hohes Alter. Einige Zuchtformen erreichen bei guter Haltung und Pflege das unglaubliche Alter von 200 Jahren.

Spezielles Koifutter

Besonderes Futter für den Koi gibt es selbstverständlich auch. So unterscheiden viele Händler zwischen Aufzuchtfutter, also einem Futter für gutes Wachstum junger Fische, Allround Futter (das den Koi immer schmeckt) und Colorfutter, einer Mischung, die die Entwicklung der Farbpracht unterstützen soll. Bachflohkrebse werden häufig als Leckerbissen angeboten, als alleiniges Futter lieben es die Fische zwar, aber es ist unausgewogen. Bei anderen Leckerbissen verhält es sich genauso: Die Fische mögen sie, aber zu einer gesunden Ernährung gehört mehr.

Ernährung von Koi Karpfen

Da Koi Allesfresser und damit nicht wählerisch sind, ist es auch möglich, sie ohne spezielles Fischfutter zu ernähren. Gemüsestücke, Obst und anderes kann durchaus gefüttert werden. Wichtig ist, dass die Fische eine große Vielfalt an Vitaminen und Spurenelementen erhalten, denn so bleiben sie gesund. Gesunde Fische sehen prächtig aus! Gurken- und Karottenscheiben, kurz gekochte Kartoffeln und Zucchini eignen sich gut als Koifutter, und auch kleine Fischstücke schmecken den Karpfen. Als Lebendfutter eignen sich Bachflohkrebse, Mückenlarven, Artemia Salina (Salinenkrebschen), Wasserflöhe, Essigälchen und andere. Allerdings ist Lebendfutter oder Frischfutter immer etwas kritisch und bei vielen Züchtern unbeliebt, da es Krankheiten übertragen kann. Die meisten Tierchen, die als Frischfutter erhältlich sind, können auch tiefgekühlt oder getrocknet verfüttert werden – das ist dann die ungefährliche Variante. Generell ist ein handelsübliches Koifutter die einfachste Möglichkeit, die Karpfen gesund und vielfältig zu ernähren.

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