Koi Lexikon

Koi Pflege

Der Koi ist nicht nur ein sehr edler und teurer Fisch, er ist auch recht anspruchsvoll und intensiv in seiner Pflege. Bei optimaler Pflegequalität und artgerechten Haltungsbedingungen entwickeln sich Koi-Karpfen zu prächtiger Größe und beeindruckender Erscheinung. Mangelt es hingegen an entsprechenden Grundvoraussetzungen, zeigen sie sich anfällig für Krankheiten, verkümmern oder sterben gar.

Pflege im Koi Teich

Die heimische Haltung des Kois erfolgt zumeist im Teich. Wichtig für die Anlage eines Koi-Teiches ist vor allem die Tiefe. Um den Tieren eine problemlose Überwinterung ermöglichen zu können, muss die Tiefe eines Koi-Teiches bei mindestens 130 Zentimetern liegen. Neben der Wassertiefe ist für den Koi auch die Wasserqualität von größter Bedeutung. Zu den Parametern, die permanent überwacht werden sollten, gehören: Sauerstoffgehalt, Nitrit- und Nitratgehalt, Ammonium- und Ammoniakwerte, Kupferwert und ph-Gehalt. Diese Wasserwerte sollten in regelmäßigen Abständen gemessen und gegebenenfalls korrigiert werden. Vernachlässigt der Halter die Wasserqualität, so kann es schnell zu einem Befall des Teiches mit gefährlichen Parasiten kommen. Grundsätzlich sind Parasiten zwar ständige Untermieter eines jeden Teiches. In Anlagen mit kontrollierter Wasserqualität hält sich ihre Zahl allerdings in einem unbedenklichen Normalbereich, der die Tiere nicht beeinträchtigt. Bei ungünstigen ph- oder Nitrit-Werten allerdings kann die Population der Parasiten gefährliche Ausmaße annehmen.

Teichwasser pro Koi Karpfen

koi-pflegeAuch ein zu groß gewählter Besatz kann die Anzahl unerwünschter Schädlinge in die Höhe treiben. Um das zu verhindern, und um den Tieren überdies ein artgerechtes und stressfreies Leben zu ermöglichen, richtet sich die Größe des Besatzes stets nach der Größe des Teiches. Wenig geübten Koi-Anfängern wird empfohlen, auf drei Kubikmetern Wasser nur ein Exemplar zu halten. Fortgeschrittene Koi-Halter hingegen können durchaus einen Koi pro Kubikmeter Wasser einplanen.

Der Teich als Lebensraum des Kois muss seinen natürlichen Grundbedürfnissen entsprechen. Er darf weder vollständig beschattet sein, noch vollkommen ungeschützt von der Sonne bestrahlt werden. Die Temperatur des idealen Teiches liegt bei circa 18 Grad Celsius. Temperaturschwankungen von mehr als 5 Grad Celsius innerhalb von 24 Stunden sind zu vermeiden. Gegebenenfalls kann ein Teichheizer für die Einhaltung der Optimaltemperaturen sorgen.

Ernährung & Temperatur

Besonders anspruchsvoll sind Kois bezüglich ihrer Ernährung. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Ernährung an die Umgebungstemperatur gekoppelt ist. Sie ist also der entsprechenden Jahreszeit anzupassen. Am wenigsten fressen Kois im Winter, wenn sie sich in der Winterruhe befinden. Da Kois keinen Magen haben, sind sie bei reichlichem Futterangebot ständig mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Sie fressen mehr, als nötig wäre. Letztendlich werden sie bei einem Überangebot an Futter schlicht zu dick. Befindet sich 10 Minuten nach der Fütterung noch immer Futter im Teich, so ist die Futtermenge zu groß bemessen gewesen und fortan entsprechend zu reduzieren.

Gefüttert werden sollte möglichst Gefrierfutter beziehungsweise Naturfutter. Das Futter muss einen hohen Anteil an hochwertigem Eiweiß und ungesättigten Fetten enthalten. Optimalerweise wird den Kois Sinkfutter verabreicht. Dies spart den Tieren das kraftraubende Auftauchen. Zumindest vom Herbst bis zum Frühjahr sollte daher auf Schwimmfutter gänzlich verzichtet werden. Bestimmte Futtermittel wirken intensivierend auf die Rotfärbung der Fische. Über die Gabe entsprechenden Futters kann der Halter also direkten Einfluss auf die Färbung seiner Koi-Karpfen nehmen und so Schönheit und Wert seiner Tiere steigern. Als natürliche Feinde des Kois im heimischen Teich gelten vor allem Reiher und Katzen. Sie sind gegebenenfalls durch Netze fernzuhalten.

Koi Grundlagen

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