Koi Lexikon

Koi Zucht

Viele Koihalter haben den Wusch, auch eigene Koi zu züchten. Die Zucht eigener Jungtiere, die hohen Qualitätsstadards genügen, ist die größte Herausforderung, der sich die Koihalter stellen. Dies ist nicht nur interessant und verschafft Anerkennung anderer Koihalter, sondern die eigene Koizüchtungen können auch die gekauften Jungfische ersetzen und so etwas Geld einsparen.

Einfache Vermehrung oder Koi-Zucht: Worin besteht der Unterschied?

Die Zucht der Koi besteht nicht einfach nur darin, die Fische zu vermehren, sondern ist darum bemüht, bestimmte Merkmale dieses prächtigen Fisches gezielt zu verstärken. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Farbgebung der Fische, aber auch um Form und Beschaffenheit der Schuppen sowie die Körperform der Koi.

koi-zuchtWenn die Koi sich ohne einen züchterischen Eingriff vermehren, verlieren sie innerhalb weniger Generationen ihre bunte Farbe und sie entwickeln sich zu grauen und unscheinbaren Karpfen zurück. Dies liegt daran, dass die bunte Farbe der Koi nur auf einer natürlichen Mutation der Karpfen beruht. Aus biologischer Sicht bleiben die Fische jedoch gewöhnliche Karpfen. Das Merkmal der besonderen Farbgebung ist nicht stark genug ausgeprägt, um bei einer natürlichen Vermehrung beibehalten zu werden. Die bunte Farbe der Koi kann nur dann von Generation zu Generation weiter gegeben werden, wenn ein züchterischer Eingriff stattfindet und die Tiere sehr genau ausgewählt werden.

Die Auswahl der Elterntiere

Der erste Schritt für die Zucht der Koi ist die richtige Auswahl der Elterntiere. Der durchschnittliche Koihalter besitzt meistens nur recht wenige Fische, daher sind die Auswahlmöglichkeiten begrenzt. Doch sollte es sich bei dem ausgewählten Pärchen zumindest um Fische der gleichen Koiart handeln, um die speziellen Merkmale zu erhalten.

Wenn der Koihalter mehrere Tiere der gleichen Koiart zur Verfügung hat, die für die Zucht in Frage kommen, sollte er die Tiere auswählen, die am genauesten den Vorgaben der jeweiligen Art entsprechen. Die Farben sollten intensiv sein und die Zeichnung klar strukturiert. Darüber sollte der Körperbau der Fische beachtet werden. Doch sind hier die Möglichkeiten des Hobbyzüchters begrenzt, da die besten Exemplare von den Züchtern für die weitere Zucht einbehalten werden.

Vermehrung der Koi

Wenn nun ein Pärchen ausgewählt ist, müssen die beiden Fische gezielt miteinander gekreuzt werden. Dabei wird das Pärchen von den anderen Fischen abgesondert und in ein separates Becken gegeben. Dieses sollte mit Laichhilfen ausgestattet sein, an die die Fische ihre Eier anheften können. Außerdem sollten die Wasserwerte überprüft werden und das Wasser sollte warm sein, um die Tiere zur Eiablage zu stimulieren. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kommt es in der Regel innerhalb weniger Tage zur Eiablage. Wenn dies geschehen ist, müssen die Fische umgehend aus dem Laichbecken entfernt werden, um die Jungtiere zu schützen, da sonst die eigenen Eltern ihre Brut fressen. Nach wenigen Tagen müssen die Jungfische mit Planktonfutter gefüttert werden.

Selektion junger Koi Karpfen mit Potenzial

Für eine erfolgreiche Zucht ist die Auswahl der Jungtiere entscheidend. Von den vielen hundert Jungfischen sollten nur diejenigen groß gezogen werden, deren Farbgebung und Körperbau den Anforderungen entsprechen. Qualitätszüchter beispielsweise ziehen nur etwa 0,5 Prozent der Jungfische groß. Dadurch werden höchste Qualitätsstandards gewährleistet. Dem Hobbyzüchter wird diese Auswahl sicherlich schwer fallen, doch mit einiger Erfahrung wird er auch in der Lage sein, die vielversprechenden Jungfische zu erkennen.

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