Koi Lexikon

 

Teichfilter

Damit das Wasser im Teich stets gute Qualität hat, empfiehlt sich ein hochwertiger Teichfilter. Es gibt verschiedene Systeme, um das Wasser zu reinigen. Für das Wohlbefinden der Kois ist eine Kombination aus den verschiedenen Systemen anzuraten.

Teichfilter Stufen

Die erste Filterstufe sollte dabei durch eine Schicht groben Kies die Verschmutzungen aus dem Wasser filtern. Weitere Stufen aus feinerem Sand säubern das Wasser auch von kleineren Schmutzpartikeln. Sichtbare Algen werden schließlich von einem Schwamm zurückgehalten. In der nächsten Filterstufe kann dann eine UV-Lampe auch Mikroben abtöten, sodass das Algenwachstum zusätzlich verringert werden kann. Zuletzt ist es ratsam, das Wasser über einen Bachlauf in den Teich zurückzuleiten. Auf diese Weise kann das Wasser Sauerstoff aufnehmen.

teichfilterEine zusätzliche Qualitätsverbesserung des Wassers erreicht man mit einer Filterstufe aus Aktivkohle. Dieses Material besitzt durch seine poröse Struktur eine Oberfläche von bis zu 2000 m² pro Gramm. In dieser schwammartigen Struktur können sogar gelöste Schadstoffe aus dem Wasser gefiltert werden. Auf diese Weise können Schadstoffe, die mit dem Regen in den Teich gespült werden, leicht und sicher entfernt werden.

Wenn der Filter über eine Stufe verfügt, die mit Hilfe der Flockung das Wasser reinigen soll, ist auf die korrekte Reihenfolge der Filterstufen zu achten. Zuerst muss das entsprechende Mittel dem Wasser zugefügt werden, damit die Schadstoffe ausflocken können. Dann sind die Kiesfilter in der Lage, diese aufzuhalten. Zuletzt sollte dann die Aktivkohle eingesetzt werden, um eventuelle Rückstände des Flockungsmittels zurückzuhalten. Zwar werden hier ausschließlich Flockungsmittel eingesetzt, die den Tieren nicht schaden, doch eine Ausflockung der Schadstoffe im Teich selbst würde zu einer unerwünschten Trübung des Wassers führen.

Eine gezielt ausgestellte Empfehlung für den Fischteich sollte das jeweilige Flockungsmittel aufweisen. Einige Stoffe, wie zum Beispiel die keimtötende Kalkmilch, lassen sich nicht rückstandsfrei wieder aus dem Wasser entfernen, weshalb sie im Filter eines Gartenteiches nicht eingesetzt werden sollte.

Teichfilter Größen

Bei der Größe des Filters muss neben der Teichgröße auch die Zahl der darin enthaltenen Fische beachtet werden. Zu einer gesunden Haltung der Tiere wird empfohlen, für jeden Fisch tausend Liter Wasser bereitzuhalten. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, oder wird ein höherer Besatz an Fischen gewünscht, ist der Filter entsprechend groß zu wählen, damit die Keimbelastung für die Tiere auf ein vergleichbares Maß sinkt. Dabei muss aber zusätzlich beachtet werden, dass neben der niedrigen Keimbelastung auch die Bewegungsfreiheit der Tiere durch genügend Wasser sichergestellt werden muss.

Moderne Filteranlagen können sogar über Sensoren verfügen, die auf die Ammoniak-, Nitrit- und PH-Werte des Wassers achten. Bei einer Abweichung, die für die Fische ungesund wäre, kann dann entweder ein Alarm erfolgen oder durch Zugabe entsprechender Mittel automatisch wieder ein gesunder Lebensraum für die Tiere hergestellt werden. Auf diese Weise kann eine gute Filtertechnik mit dazu beitragen, dass der Koi ein Lebensalter von bis zu 70 Jahren erreicht.

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