Koi Lexikon

 

Wasserwerte

Die regelmäßige Überprüfung der Wasserwerte ist eine wichtige Aufgabe für jeden Koihalter. Denn schlechte Wasserwerte können gefährlich für die Fische werden. In Extremfällen können giftige Abbauprodukte sogar zum Tod der Fische führen. Doch selbst wenn die Wasserwerte nur geringfügige Abweichungen von den Normalwerten aufweisen, kann dies zu Problemen führen. Die Fische können so träge wirken, die Farbe verblasst und die Tiere stellen das Wachstum ein. Daher ist es wichtig, diese Werte in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, damit die Gesundheit der Fische im Teich sichergestellt ist.

Wie werden die Wasserwerte gemessen?

wasserwerteFür die Messung der Wasserwerte sind im Fachhandel verschiedene Messwerkzeuge erhältlich, mit denen die Werte überprüft werden können. Für jeden einzelnen Wert, der überprüft werden muss, ist eine unterschiedliche Messausrüstung erhältlich. Dies können in manchen Fällen Teststreifen sein, die einige Sekunden ins Wasser gehalten werden müssen. Danach tritt eine Farbveränderung ein, an der der entsprechende Wert abgelesen werden kann. Eine andere Möglichkeit ist es, dass ein kleiner Becher mit Wasser aus dem Teich gefüllt werden muss. In diesen werden dann einige Tropfen einer bestimmten Indikatorlösung gegeben. Auch hier zeigt ein Farbumschlag das Vorhandensein eines bestimmten Stoffes an.

Im Handel werden auch Komplettsets angeboten, die die Messwerkzeuge für alle wichtigen Wasserwerte beinhalten. Mit diesen Komplettsets kann der Koihalter schnell und einfach die benötigten Messungen durchführen.

Welche Wasserwerte müssen gemessen werden?

Einer der wichtigsten Wasserwerte ist der PH-Wert. Mit diesem wird der Säuregehalt des Wassers gemessen. Ein PH-Wert von 7 bedeutet, dass das Wasser neutral ist, niedrigere Werte bedeuten saures Wasser, höhere Werte bedeuten, dass das Wasser alkalisch ist. Der Idealwert für den Koiteich ist 7, wenn der Wert unter 6 oder über 8 liegt, kann dass schwerwiegende Folgen haben. Besonders wenn der Wert über 8 liegt, kann das zur Entstehung von hochgiftigem Ammoniak führen. Auch wenn der PH-Wert zwar innerhalb der Grenzwerte liegt, aber häufig wechselt, ist das für die Gesundheit der Fische abträglich.

Um größere Schwankungen im PH-Wert zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn das Wasser einen hohen Karbonhärte-Wert hat. Dieser muss daher ebenfalls überprüft werden und sollte zwischen 6° und 8°dH betragen. Auch die Gesamthärte des Wassers muss regelmäßig überprüft werden. Dieser Wert bezieht sich auf die Gesamtzahl der im Wasser gelösten Mineralien. Das sind in erster Linie Calcium- und Magnesiumverbindungen. Wenn dieser Wert zu niedrig ist, entzieht das Wasser den Fischen diese überlebenswichtigen Mineralstoffe. Daher sollte dieser Wert zwischen 10° und 15° dH betragen.

Neben der Überprüfung dieser grundsätzlichen Eigenschaften des Wassers muss dieses auch auf das Vorhandensein verschiedener schädlicher Stoffe überprüft werden. Besonders wichtig ist es, das Wasser auf Ammonium, Ammonik und Nitrit zu überprüfen. Denn diese Stoffe können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Fische haben. Wenn bei einem dieser Stoffe eine Überschreitung des Grenzwerts festgestellt wird, muss umgehend ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden. Außerdem sollte die Leistung des biologischen Filters überprüft werden, da dieser eigentlich für den Abbau dieser Stoffe verantwortlich ist.

Darüber hinaus sollte der Teichbesitzer das Wasser auf Nitrat und Phosphat überprüfen. Diese Stoffe sind zwar für die Fische nicht giftig, sie wirken jedoch auf Pflanzen als Düngemittel. Da im Koiteich meist wenige Pflanzen wachsen können, wird durch diese Stoffe das Algenwachstum beschleunigt.


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