Koi Lexikon

 

Koi Becken

Die Haltung und Züchtung von Kois erfreuen sich großer Beliebtheit in den letzten Jahren. Kois sind teure Fische, die eine intensive Pflege verlangen. Je besser die Kois gepflegt werden, desto besser wachsen und gedeihen sie. Umso wichtiger ist es auf das geeignete Koi Becken zu achten, welches speziell auf die Bedürfnisse dieser Karpfenart zugeschnitten ist.

Idealerweise fügt sich der Teich harmonisch in den Garten ein. Das Koi Becken sollte möglichst groß und mindestens 2 m tief sein. Nur so kann eine gefahrlose Überwinterung garantiert werden.
Der Nishikigoi, so der eigentliche Name, sollte in möglichst keimfreien Anlagen gehalten werden. In klarem Wasser haben eventuelle Erreger geringe Überlebensmöglichkeiten. In Japan werden diese meist in großen Naturteichen gehalten, um so ein besonders großes Wachstum zu erreichen.


koi-beckenEine dichte Haltung der Tiere sollte vermieden werden, um einen Befall von Parasiten und Bakterien zu verhindern. Die Faustregel gibt an, dass auf 1000 Liter Wasser maximal ein Fisch gehalten werden sollte. Je mehr Fische in einem Koi Becken gehalten werden, desto eher vermehren sich Parasiten und Bakterien und die Übertragung von Fisch zu Fisch wird damit ebenfalls begünstigt.

Generell kann man sagen, dass die Wasserqualität eines Koi Beckens die tragende Säule für die erfolgreiche Koihaltung darstellt.

Um das Wasser klar und sauber zu halten, eignet sich eine entsprechende Filteranlage. Die Größe des Filters richtet sich nach dem Wasservolumen sowie der Anzahl an Tieren und dem damit einhergehenden Verschmutzungsgrad des Wassers. Sinnvoll ist meist eine Kombination aus biologischen und technischen Filteranlagen. Die biologische Wasserfilterung ist dabei die preiswerte Variante. Bei technischen Filteranlagen bedarf es einer konsequenten Pflege und Wartung. Ein kurzfristiger Ausfall kann hierbei bereits zu erheblichen Schäden der Wasserqualität führen.

Neben der Sauberkeit ist auch der Sauerstoffgehalt des Wassers von großer Bedeutung für die Koihaltung. Fische benötigen eine ausreichende Sauerstoffzufuhr, weswegen man sich für eine Teichbelüftung entscheiden sollte. Dabei kann man auf Sauerstoff spendende Wasserpflanzen zurückgreifen, wie z.B. Hornkraut, Wasserfeder, Wasserpest oder Tausendblatt. Daneben gibt es technische Teichbelüftung wie Pumpen oder Springbrunnen, die den Sauerstoffgehalt im Wasser erhöhen. Auch ein Wasserfall kann dabei helfen.

Darüber hinaus sollten ein Bodenablauf und ein so genannter Oberflächenskimmer in die Planung des Koi Beckens miteinbezogen werden. Der Bodenablauf wird an der tiefsten Stelle des Beckens montiert und sorgt auf dem Teichgrund für eine leichte Strömung. Damit kann sich kein Schlamm am Beckengrund absetzen und alle Partikel werden dem Filterkreislauf zugeführt. Je nach Größe und Form des Teiches können auch mehrere Bodenläufe eingebaut werden.

Der Oberflächenskimmer sorgt dafür, dass Schmutzpartikel wie Laub und anderer Schmutz von der Wasseroberfläche entfernt werden bevor sie zum Teichboden sinken. Der Skimmer schwimmt an der Teichoberfläche und saugt mit Hilfe der eingebauten Pumpe den Schmutz fortwährend von der Wasseroberfläche.

Nützlich ist eine zusätzliche Belüftung im Koi Becken. Diese sorgt für eine konstante Bewegung des Wassers und unterstützt damit die aktive Durchlüftung, die für die Entwicklung der Fische im Koi Teich sehr vorteilhaft ist.

Im Winter können Koikarpfen kühl und trocken in einem Quarantänebecken in einem frostfreien Raum untergebracht werden. Jedoch ist eine Überwinterung im Koi Teich selbst bei einer 40cm dicken Eisdecke vorzuziehen, sofern der Teich mindestens 2 m tief ist.

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