Koi Lexikon

 

Koi Bestimmung

Die Züchtung von Zierkarpfen stammt ursprünglich aus China und ist mehrere tausend Jahre alt. Die weltweit bekannteste Form des Zierkarpfens ist der japanische Koi. Er wird mittlerweile nicht mehr allein in Japan gezüchtet, sondern auch in vielen anderen Ländern. So haben sich im Lauf der Zeit die Zuchtvarianten des Kois stark vermehrt. Grob geschätzt gibt es 16 Hauptvarianten und über 100 Untervarianten. Ständig kommen neue hinzu. Ob rot, grün, schwarz, weiß, orange, blau, gold oder metallicfarben, Koi-Züchter kombinieren die Farben der Karpfen immer neu. Ebenso werden neue Musterungsvarianten herausgezüchtet. Angesichts der Vielzahl neuer Varianten, fällt auch Fachleuten die Bestimmung und Zuordnung von Kois schwer. Kriterien für die Zuordnung eines Fisches zu den Koivarianten sind Farbe und Musterung. Welche und wie viele Farben sind auf der Körperoberfläche des Fisches vertreten? Was ist die Grund- und was sind die Musterungsfarben? Wo befinden sich die einzelnen Farben, am Rumpf oder auch an den Flossen und am Kopf des Fisches?

Klassische Zuchtideale beim Koi

koi-bestimmungDie klassische japanische Koizucht orientiert sich an gewissen Schönheitsidealen, nach denen Qualität und Wert eines Kois bemessen werden. Besonders wichtig ist der klare Kontrast zwischen Grund- und Musterungsfarbe. Die Farben sollten klar abgegrenzt sein und nicht ineinander übergehen. Bevorzugt wird daher eine helle Grundfarbe, auf der sich die Musterungsfarben gut abheben. Nach klassischen Vorstellungen sind zwei- bis dreifarbige Kois solchen mit einer oder mehr als drei Farben vorzuziehen. Als weiteres Zuchtideal gilt das so genannte Sumi. Dabei handelt es sich um schwarze Streifen und Flecken, die ähnlich aussehen wie Tusche. Das Sumi-Muster sollte nicht nur am Rumpf, sondern möglichst auch an den Flossen vertreten sein. Da Kois mittlerweile auf der ganzen Welt gezüchtet werden, haben diese ursprünglichen Zuchtideale an Bedeutung verloren. Heute findet man viele Koivarianten, die diesen Vorstellungen nicht mehr gerecht werden und dennoch eine hohe Wertschätzung genießen und hohe Preise erzielen.


Der Doitsu-Koi

Neben Farben und Musterung unterscheiden sich Koivarianten auch nach der Beschuppung. Während der klassische japanische Karpfen beschuppt ist, hat der Doitsu-Koi sehr wenige oder gar keine Schuppen. Vielmehr zeichnet er sich durch eine lederartige Haut aus. Die Zucht des Doitsu-Kois beruht auf dem deutschen Karpfen. Viele Koiarten gibt es sowohl als japanischen als auch als Doitsu-Koi, so z.B. Sanke, Kohaku oder Nishiki.

Die 16 Koivarietäten

Die meisten Kois kann man je nach Farbgebung und Muster den 16 Koivarietäten zuordnen. Einige sollen im Folgenden mit ihren Merkmalen vorgestellt werden. Zu den ältesten Zuchtformen der Kois gehört der Asagi. Er ist ein hellblauer Fisch, dessen Schuppen weiß sind. Wangen, Seitenflossen und die Brust sind beim Asagi dagegen scharlachrot. Der Shusui ist eine Kreuzung aus dem Asagi und dem Doitsu. Der Bekko kann mit weiß, rot oder gelb drei verschiedene Grundfarben haben. Auf seinem Rumpf sollten schwarze Flecken zu sehen sein, nicht hingegen auf den Flossen. Der Gruppe der Hikarimoyomono werden Kois mit den metallischen Farben Gold, Silber und Platin zugeordnet. Der Kinginrin kann viele verschiedene Grundfarben haben. Er unterscheidet sich von anderen Kois durch seine metallisch glänzenden Schuppen, die das Licht reflektieren. Der Kohaku ist eine alte Zuchtform. Er hat die Grundfarbe weiß und eine rote Musterung, die nicht auf den Flossen und dem Kopf vertreten sein darf. Der Koromo kann wiederum verschiedene Grundfarben haben, auf denen sich eine schwarze Schattierung und weiße Farbmuster abheben. Der einfarbige Ogon hat metallisch glänzende Schuppen und wird meistens in Orange oder Gold gezüchtet.

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