Koi Lexikon

 

Koi Farben

In Japan nennt man ihn Nishikigoi. Wörtlich übersetzt heißt das “Brokatkarpfen”. Die Endsilbe -goi bedeutet im japanischen ganz einfach Karpfen. Es gibt einfarbige Kois, z.B. Chagoi, Karashigoi und die golden glänzenden Ogons; diese können bis zu einem Meter lang werden. Sie sind auch am pflegeleichtesten. Die allgemeinen Grundfarben der Kois sind rot, weiß und schwarz.

Orange, blaue, grüne, gelbe, metallisch schimmernde, gold- und silbernfarbene; bei dieser Vielfalt an bunten Farben sind der Phantasie und dem Erfindungsreichtum der Fischzüchter keine Grenzen gesetzt. Den materiellen Wert eines Kois bestimmen die Grundfarbe, die Anzahl der Farben und die Stelle, an der sich diese befinden. Die Farben haben nicht nur eine ästhetische Bedeutung. Die Japaner verkörpern damit auch bestimmte Eigenschaften. Sei es Stärke, Anmut, Kraft oder Eleganz. Koi-Karpfen können Ruhe ausstrahlen oder den Betrachter in Ekstase versetzten. Dabei spielt auch die Anzahl der Fische im heimischen Gartenteich eine große Rolle. Jeder Besitzer eines Kois findet SEIN form- und farbvollendetes Exemplar. Wer braucht da schon Goldfische? :-)


Koi Varianten & Farben

koi-farbenAm bekanntesten ist der Tancho Koi, denn er symbolisiert die japanische Nationalflagge. Tancho bedeutet im japanischen die “rote Krone”. Hier spricht der Stolz der japanischen Züchter auf ihr Land und ihre Tradition. Der Tancho Koi weist einen roten akkuraten runden Kopffleck auf. Ideal wäre es noch, wenn der reinweiße Körper keine gelblichen Verfärbungen hätte.

Der Bekko Koi besitzt eine weiße, rote oder gelbe Grundfarbe mit schwarzen Flecken. Diese Flecken dürfen nur über den beiden Seitenlinie oder rechts und links der Rückenlinie auftreten. Auf dem Kopf darf kein Fleck sein, dafür können die Ansätze der Brustflossen schwarze Linien haben.

Ein Kohaku Koi hat eine saubere weiße Grundfarbe ohne jede Verfärbung und eine rote, klar abgetrennten, Zeichnung.
Der dreifarbige Sanke Koi hat einen weißen Körper mit roten und schwarzen Flecken. Diese müssen ebenmäßig verteilt, sauber umrissen und deutlich gezeichnet sein. Die Schwanz- und Brustflossen dürfen eine zarte lackschwarze Linienzeichnung haben.

Die Farben des Kumonryo können sich durch Wachstum oder saisonbedingt sehr verändern. Eine reine weiße Farbe ist Bedingung und natürlich sollte der Betrachter seinen roten Bauch von oben nicht sehen. Kumonryus sind fast ohne Schuppen und ihre Aufzucht nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

Der Goshiki hat fünf Farben, zu den Grundfarben kommen die Farben hell- und dunkelblau. Die Juwelen unter den Kois sind die orangen Kinginrin Koi. Ab zwanzig Glitzerschuppen dürfen sie sich als solche bezeichnen, ihr Anblick im Sonnenschein ist überwältigend.

Kois können ein hohes Alter erreichen, es wurden schon einzelne Exemplare von über zweihundert Jahren gesichtet. Müssen die Kois in zu hartem Wasser schwimmen, können sie mit Farbveränderung reagieren. Das Teichwasser mit etwas Lehm aufzuwerten, kann sicher nicht verkehrt sein. Auch verschiedene Lichtverhältnisse können die Farben der Kois verändern. Das Futter spielt ebenfalls eine große Rolle. Und wer seine Kois besonders liebt, sollte sich ruhig ein wenig mit der japanischen Sprache beschäftigen. Werden die Fische gut gepflegt und die Wasserhygiene ist optimal, können Sie fünfzig bis siebzig Jahre viel Freude an Ihren wertvollen “Brokatkarpfen” haben.

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Koi Grundlagen

Koi Karpfen