Koi Lexikon

 

Koi im Gartenteich

Bei Koi handelt es sich um wertvolle Karpfenfische, die in China aufgrund ihrer besonderen Färbung bereits vor 2500 Jahren gehalten wurden. In Japan werden diese Tiere seit Langem gezüchtet. Wann und wie diese Tradition in Japan begann, ist jedoch nicht überliefert. Biologisch gesehen stammt der Koi aus gemäßigten Regionen, möglicherweise sogar aus der Donau. Eine Haltung in einem deutschen Gartenteich ist also durchaus möglich.

Die empfohlenen Temperaturen von 3 bis 38 °C entsprechen den hierzulande üblichen Wassertemperaturen. Um ein Überwintern im Teich zu ermöglichen, sollte der Teich jedoch über eine Tiefe von mindestens einem Meter verfügen. Aufgrund der Dichteveränderung des Wassers ist eine Temperatur von 4 °C unter der Eisschicht garantiert. Doch darf das Wasser nicht bis zum Grund durchfrieren. Im Sommer ist dagegen auf Schatten zu achten. Liegt der Teich vollständig in der Sonne, können die Wassertemperaturen durchaus die maximal empfohlene Temperatur von 38 °C übersteigen. Zudem stellt das klare Wasser, das für gute Sicht im Teich sorgt, ein Risiko für Sonnenbrand dar. Eine Deckung vor der direkten Sonneneinstrahlung sollte den Tieren also geboten werden.


koi-im-gartenteichDa im Gartenteich durch Regen, Insekten und Pflanzen in der Umgebung stets biologische Abfälle und andere Stoffe in den Teich gespült werden, ist die Filteranlage hier um so wichtiger. Durch sauren Regen kann zum Beispiel der ph-Wert des Wassers schnell in einen ungesunden Zustand versetzt werden. Eine regelmäßige Kontrolle und Korrektur ist daher unumgänglich. Natürliche Teiche weisen meist ein recht trübes Wasser auf, in dem Algen und andere Schwebstoffe sich vermehren können. Um die Leuchtkraft der farbigen Karpfen genießen zu können, muss der Teich aber über glasklares Wasser verfügen. Dies erreicht man, indem man zum Beispiel die Bepflanzung in gesonderten Becken einrichtet. Die Erdschicht, in der die Wurzeln sich festhalten können, kommt somit nicht mit dem Wasser der Fische in Berührung. Eine hochwertige Filteranlage kann dann Schwebstoffe, die über die Luft eingetragen wurden, wieder entfernen.

Eine zusätzliche Gefahr für die handzahmen Fische stellen Raubtiere dar. Schon eine normale Hauskatze ist in der Lage an nur einem Tag mehrere Kois aus einem Teich zu fischen. Da die Karpfen an die Berührung durch Menschen gewohnt sind, fehlt ihnen der natürliche Fluchtinstinkt, um sich dem Zugriff durch die Raubtiere zu entziehen. Zusätzlich fehlt in einem schön angelegten Gartenteich oft eine effektive Rückzugsmöglichkeit. Daher ist es zu empfehlen, den Teich mit den Kois mit einem Netz abzudecken. Auf diese Weise gelangen die Katzen nicht nah genug ans Wasser, um die Fische zu verletzen. Zusätzlich kann das Netz helfen, grobe Verschmutzungen, die zum Beispiel durch Herbstlaub entstehen, zu verhindern. Hält man sich bei der Planung der Anlage an die Faustregel, dass pro Kubikmeter Wasser nur ein Koi im Teich schwimmen sollte, steht einer langen Gesundheit der Tiere nichts mehr im Wege.

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