Koi Lexikon

 

Präfektur Niigata

Die japanische Präfektur Niigata ist der Ort, von dem aus sich der Koi Karpfen in der ganzen Welt verbreiten konnte. In der Präfektur, die damals noch Echigo hieß, begann man zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der professionellen Zucht des Kois. Der Koi in seiner heutigen Form hat seinen Ursprung in Niigata. Besonders in Ojiya ist die Beziehung zum Koi besonders eng. Die Stadt lebt vom Koi Karpfen und sie identifiziert sich auch mit ihm. Es gibt sogar ein eigenes Koi-Museum. In der gesamten Präfektur Niigata gibt es heute trotz der mittlerweile weltweiten Verbreitung des Kois immer noch die meisten Koi-Züchter (ungefähr 300, zumeist kleine Familienbetriebe).

Die Präfektur Niigata

praefektur-niigataDie Präfektur Niigata liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshu und gehört zu Honshus Zentralregion Chubu. Die Hauptstadt der Präfektur heißt genauso wie die Präfektur selbst. Zu den größten Städten Niigatas zählen Niigata, Nagaoka, Joetsu, Sanjo und Shibata. In Niigata (Stadt) leben 813 780 Menschen, in der gesamten Präfektur 2 374 922 Menschen. Neben Koi Karpfen ist die Präfektur auch für ihren Reis und Sake bekannt. Die Präfektur ist innerhalb Japans ein bedeutender Produzent von Azaleen und Lilien. Zu den weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten in Niigata gehören die Erdölförderung und die Produktion von Silberwaren. Die Präfektur hat jeweils einen Erstligisten im Fußball und im Basketball. Es gibt mehrere Universitäten in der Präfektur, durch die die Linien der East Japan Railway Company und West Japan Railway Company verlaufen. In Niigata (Stad) und Sado gibt es Flughäfen.


Ursprung und erste Züchtungen

Bereits lange vor dem 19. Jahrhundert gab es Berichte über farbige Karpfen. In China reichen Berichte über farbige Karpfen bis ins 11. Jahrhundert vor Christus zurück, jedoch handelt es sich hierbei nicht um gezielte Züchtung, sondern um genetischen Zufall. Mit einer gezielten Züchtung bunter Karpfen begann man erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Niigata. Da die Präfektur Niigata in Japan damals sehr abgelegen lag und dadurch Probleme bei der Lebensmittelversorgung entstanden, hatte man begonnen als Nebenerwerbsquelle und Nahrungsergänzung Karpfen zu züchten. Dort entdeckten kurz nach 1800 Züchter farbige Karpfen in ihrem Teich. Woher diese Karpfen, mit denen die Koi-Zucht ihren Anfang nahm, stammen, ist unklar. Als „Urahn“ vermutet man den Asagi (ein mutierter schwarzer Wildkarpfen) oder einen einzelnen roten Nachkommen des schwarzen Wildkarpfens. Zu den ersten Zuchterfolgen gehörten rote, weiße und gelbe Kois. In den Jahrzehnten danach konnte man in Niigata Zinkaburi, Menkaburi, Sarasa und Kuchibeni züchten.

Taisho Ausstellung 1915

Entscheidend für die Ausbreitung des Kois in ganz Japan war die Taisho Ausstellung 1915. Aufgrund der abgelegenen Lage Niigatas war der Koi bisher nicht über die Präfektur hinausgekommen. Dies änderte sich mit der bereits erwähnten Ausstellung in Tokio. Dort gelang es, den damaligen Kronprinzen und nachmaligen Kaiser von Japan Hirohito (1926 – 1989) von der Qualität der Koi Karpfen zu überzeugen. Entscheidend für die weltweite Verbreitung des Kois war die liberalisierte japanische Wirtschaftspolitik nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In Folge dessen war der freie Verkauf des Kois in die ganze Welt ermöglicht worden.

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