Koi Lexikon

 

Teichfische und Koi

Der aus dem japanischen Raum stammende Nishikigoi, hierzulande als Koi-Karpfen oder Koi bekannt, ist der Teichfisch schlechthin. Er ist in Europa als freundlicher, zutraulicher Bewohner des Wassers bekannt und fühlt sich in einem Gartenteich sehr wohl, wenn dieser groß genug ist. Als Teichfisch verträgt er sich auch mit anderen klassischen Friedfischen und kann mit einer ganzen Reihe von anderen Wassertieren gehalten werden.

Anforderungen an den Teich

Koi sieht man nur allzu häufig in riesigen Wasseranlagen in Einkaufszentren, Vergnügungsparks und ähnlichen Einrichtungen, die ihnen viel Freiraum bieten können. Das ist natürlich optimal, doch Koi können auch in kleineren Teichanlagen glücklich sein – beispielsweise in einem Gartenteich. Wenn die Tiere im Garten überwintern sollen, muss der Teich eine Mindesttiefe aufweisen, die etwa 1,50 m betragen sollte – je mehr, desto besser. Koi schwimmen auch im Sommer gerne einmal tief und nutzen die Möglichkeiten ihres Teiches aus. In der kalten Jahreszeit friert die Wasseroberfläche zu oder ist zumindest sehr kalt, sodass die Fische nach unten schwimmen müssen, weil es dort wärmer ist und sie auch nur dort überleben werden, wenn die Temperaturen draußen sehr kalt werden. Außerdem sollten für jeden Koi etwa 1000l an Wasser zur Verfügung stehen, was sowohl als Faustregel für den Teich als auch fürs Aquarium gilt. Das Wasser muss jederzeit sauber sein und darf nicht schlammig werden, denn darauf reagieren Koi entweder empfindlich oder fühlen sich zumindest unwohl.


Kombinierte Haltung: Koi und andere Fische

teichfische-und-koiKoi vertragen sich mit nahezu jedem Friedfisch, der sich im Gartenteich wohlfühlen würde. Da Koi-Karpfen sehr groß sind, bemerken sie die meisten kleineren Fische gar nicht, wenn diese sich friedlich verhalten. Goldfische werden gern mit Koi zusammen gehalten, da sie klein und unauffällig sind und durch die großen, ähnlich gefärbten Koi schön zur Geltung kommen. Die beiden Arten sind friedlich zueinander und bekämpfen sich nicht. Ideale Partner für den Koi sind auch Orfen, da sie gerne im Schwarm leben und Koi-Karpfen sehr soziale Wassertiere sind. Wenn man neue Teichfische in einen Koi-Teich einführen will, sollte man jedoch zur Sicherheit einen Fachmann befragen, beispielsweise den Berater in einem Zoofachgeschäft oder in der Fischzuchtanlage.

Spezielle Teichpflege

Der Teich braucht keine besondere Pflege, wenn Koi-Karpfen ihn bevölkern. Wichtig ist, dass er gefiltert wird und einige Schilfrohre in ihm wachsen dürfen, da diese die Wasseroberfläche eisfrei halten und im tiefsten Winter zumindest dabei helfen. Beim Koi muss allerdings verstärkt auf Krankheitserreger im Wasser geachtet werden. Wenn eines der Tiere Krankheitsanzeichen zeigt, muss man erkennen können, woran diese liegen, oder einen Fachmann in greifbarer Nähe haben, der die Anzeichen deuten kann. Wenn einer oder mehrere Koi Krankheitsanzeichen zeigen, benötigt man Heilmittel, um die anderen Tiere zu schützen und das erkrankte Tier gesund werden zu lassen. Da einige Koi-Varietäten besonders anfällig sind, beispielsweise die Kinginrin, muss unter Umständen schnell gehandelt werden, um die empfindlichen Koi zu schützen.

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