Koi Lexikon

 

Teichheizer

Die Überwinterung der Fische ist ein sehr wichtiges Thema, mit dem sich jeder Koihalter auseinandersetzen muss. Denn die Möglichkeiten für die Überwinterung sind sehr unterschiedlich und haben verschiedene Vor- und Nachteile. Eine dieser Möglichkeiten ist die Verwendung eines Teichheizers. Dieser sorgt für eine sichere Überwinterung der Fische.

Überwinterung von Koi durch Teichheizer

Im Winter ziehen sich die Fische auf den Grund des Teichs zurück. Sie verringern die Herzfrequenz und stellen jede Bewegung ein. So benötigen sie keine Nahrung und verbrauchen auch kaum Sauerstoff. Wenn der Teich tief genug ist, können sie auch unter einer geschlossenen Eisdecke mehrere Monate überleben. Jedoch ist diese natürliche Überwinterung mit Risiken für die Fische behaftet. Außerdem ist ein sehr tiefer Teich erforderlich. Durch Geräusche die durch die Anwesenheit der Menschen im Garten entstehen, können die Fische aufgeschreckt werden. Sie fangen an, sich zu bewegen. So wird der wenige Sauerstoff schnell verbraucht und die Fische können nicht überleben.


teichheizerEine Alternative ist die Verwendung eines separaten Beckens für die Überwinterung. Dieses wird entweder in einer Garage oder in einem Kellerraum aufgestellt. So sind die Fische sicher vor Frost geschützt. Jedoch ist diese Methode zum einen sehr aufwändig, da der gesamte Teich zwei Mal im Jahr umgesiedelt werden muss. Außerdem stellen die Faltbecken, die meistens für diesen Zweck verwendet werden, eine erhebliche Investition dar.

Eine einfache und sichere Methode, die Fische zu überwintern, ist die Verwendung eines Teichheizers. Mit diesem wird der Teich zumindest stellenweise eisfrei gehalten. Ein Nachteil dieser Methode ist der hohe Stromverbrauch. Je nach Modell können so erhebliche Energiekosten entstehen und außerdem ist die Verwendung auch aus ökologischer Sicht bedenklich.

Welche Arten von Teichheizern gibt es?

Die Teichheizer werden in zwei verschiedene Typen aufgeteilt. Es gibt Eisfreihalter, die nur einen begrenzten Bereich des Teichs eisfrei halten. Diese Modelle schwimmen im Teich und erwärmen das Wasser in der Umgebung, die so eisfrei gehalten wird. Wie groß diese freie Fläche ist, hängt vom verwendeten Modell und von der Außentemperatur ab. Diese Eisfreihalter werden in der Regel mit einer Leistung zwischen 100 und 300 Watt angeboten. In milden Gegenden reichen für kleinere Teiche die 100-Watt-Modelle aus, um eine ausreichend große Fläche eisfrei zu halten. Je kälter die Temperaturen im Winter sind und je mehr Fische im Teich gehalten werden, desto stärker sollte der Eisfreihalter sein. Durch die Öffnung können schädliche Gase, die im Wasser entstehen, entweichen. Außerdem kann das Wasser mit Sauerstoff angereichert werden. Zwar bleibt für die Fische ein gewisses Restrisiko bestehen, jedoch ist mit einer solchen Vorrichtung eine sichere Überwinterung fast immer möglich. Der geringe Energieverbrauch macht den Einsatz solcher Geräte kostengünstig.

Wenn der komplette Teich eisfrei gehalten werden soll, sind dazu deutlich leistungsstärkere Geräte notwendig. Je 10.000 Liter Teichwasser wird ungefähr ein Kilowatt benötigt, um den Teich vollständig eisfrei zu halten. Diese Teichheizer werden in der Regel außerhalb des Teichs angebracht und müssen mit einer Pumpe betrieben werden. Diese Geräte sind zwar am besten dazu geeignet, den Fischen einen angenehmen Winter zu ermöglichen, ohne sie der Gefahr des Festfrierens auszusetzen, jedoch ist der Energieaufwand, der dazu erforderlich ist, sehr hoch.

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