Koi Lexikon

 

Koi Wasserwerte

Die richtigen Wasserwerte im Koiteich sind von großer Bedeutung. Wenn die Wasserwerte nicht den Anforderungen genügen, können die Fische krank werden und das Wachstum wird beeinträchtigt. Auch auf die Fortpflanzung der Fische können sich schlechte Wasserwerte negativ auswirken. Die Wasserwerte setzen sich aus mehreren verschiedenen Bereichen zusammen. Die Messung der Wasserwerte beinhaltet die Ermittlung von Giftstoffen, des Säuregrades und der Wasserhärte.

Messung giftiger Abfallstoffe

koi-wasserwerteDer gefährlichste Abfallstoff im Koiteich ist Ammoniak. Ammoniak ist ein Stoff, der in der Natur bei der Zersetzung von Eiweiß entsteht. Die Ausscheidungen der Fische, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile erzeugen bei ihrer Zersetzung Ammoniak. In geringen Mengen wird das Ammoniak auch direkt von den Fischen ausgeschieden. Ammoniak ist für die Fische giftig. Daher muss dieser Wert regelmäßig mit einer handelsüblichen Messausrüstung überprüft werden. Liegt der Wert über 2 mg pro Liter, kann dies für die Fische tödlich sein. In diesem Fall muss zur schnellen Minderung ein beträchtlicher Teil des Wassers ausgewechselt werden und anschließend die Leistung des biologischen Filters verbessert oder der Besatz im Koiteich verringert werden.


Bakterien im biologischen Filter reduzieren das Ammoniak zu Nitrit. Dies ist ebenfalls giftig für die Fische. Daher sollte regelmäßig überprüft werden, ob dieses im Teich nachweisbar ist. Im nächsten Abbauschritt reduzieren die Filterbakterien das Nitrit zu Nitrat. Dieses ist zwar nicht giftig, fördert jedoch die Algenbildung. Wenn der Nitratwert zu hoch ist, sollte ein Pflanzenfilter eingebaut werden. Die Pflanzen in diesem Filter nehmen das Nitrat als Nährstoffe auf und entziehen es dem Wasser. Eine andere Möglichkeit ist es, dass das Wasser aus dem Filter über einen dicht bepflanzten Bachlauf in den Koiteich zurückgeleitet wird. Dies verbessert nicht nur den Nitratwert, sondern ist auch optisch sehr reizvoll.

PH-Wert

Der PH-Wert bezeichnet den Säuregrad des Wassers. ist das Wasser neutral, dann hat es einen PH-Wert von sieben. Saures Wasser hat einen niedrigeren PH-Wert, bei alkalischem Wasser liegt der PH-Wert über sieben. Im Idealfall ist das Wasser im Koiteich neutral. Geringfügige Abweichungen sind tolerierbar, insbesondere wenn keine plötzlichen Wechsel des PH-Wertes stattfinden. Auch der PH-Wert sollte regelmäßig überprüft werden. Wenn zu große Abweichungen festgestellt werden, kann der Koiliebhaber im Fachhandel Präparate erwerben, die den PH-Wert entsprechend verändern können.

Wasserhärte

Für die Wasserhärte sind zwei verschiedene Werte von Bedeutung. Die Karbonhärte, die in °dKH gemessen wird, ist wichtig für einen ausgeglichenen PH-Wert des Teichs. Je größer der KH-Wert ist, desto stärker werden PH-Schwankungen abgefedert. Der Wert sollte mindestens 4°dKH betragen, besser noch sind Werte zwischen 6 und 8°dKH. Kalk, Gips oder Korallen können den Wert erhöhen. Jedoch sollte der Koiliebhaber insbesondere bei Verwendung der ersten beiden Methoden äußerste Vorsicht walten lassen, da eine zu große Menge dieser Produkte den Teich schwer belasten kann.
Die Gesamthärte im Teich bezieht sich auf die Gesamtsumme der gelösten Mineralien. Kalzium ist das häufigste Mineral, aber auch Magnesium und viele andere Mineralien beeinflussen die Gesamthärte. Die Lebewesen im Teich benötigen für ein gesundes Wachstum Mineralien. Daher sollte die Gesamthärte nicht zu niedrig sein. Jedoch wird einem zu hohen Härtegrad eine nachteilige Wirkung auf die Farbenpracht der Fische nachgesagt. Im Idealfall beträgt die Härte zwischen 10 und 15°dH.

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