Koi Lexikon

 

Koi Fische

Bei dem Koi handelt es sich um eine besonders attraktive Zuchtvariante des Karpfens. In der japanischen Sprache heißt der Brokatkarpfen „Nishikigoi“, woraus die bekannte Abkürzung „Koi“ oder „Goi“ resultiert. Der Koi ist ein sehr wertvoller Fisch. Preise bis in den fünfstelligen Eurobereich sind für einen Koi ausgezeichneter Qualität keine Seltenheit.

Herkunft des Kois

Bis heute konnte die Geschichte des Kois nicht abschließend geklärt werden. Nach den bisher dokumentierten Überlieferungen kommen die Länder Japan, Korea, China und die Regionen um die Donau, den Aralsee sowie das Schwarze und das Kaspische Meer als Herkunftsländer des Kois in Betracht. In China sind Kois bereits seit über 2500 Jahren bekannt. Dort entstanden Farbkarpfen bereits während der traditionellen Flusskarpfenzucht, die China seit dem 11. Jahrhundert v.Chr. betreibt.


koi-fischeIm Jahr 1914 wurden erstmals Kois auf der Taisho-Ausstellung in Tokio vorgestellt. Seither erlangten die farbenprächtigen Fische einen immer höheren Bekanntheitsgrad. Die heutigen Nachtzuchten des Kois stammen zum Großteil aus Japan. Jedoch finden auch die Zuchten aus Singapur, Israel oder Südafrika zwischenzeitlich Anerkennung.

Zuchtformen des Kois

Kois werden in über 16 Hauptvarianten mit mehr als 100 Unterformen gezüchtet. Stetige Neuzüchtungen ergeben laufend neue Varianten. Qualitative Zuchtmerkmale sind hierbei der Körperbau, die Zeichnung und die Haut- bzw. Schuppenbeschaffenheit. Die bekanntesten Zuchtformen sind Kawarimono, Utsurimono, Tancho, Showa, Sanke, Ogon, Koromo, Kōhaku, Kinginrin, Hikari-Utsurimono, Hikarimoyomono, Bekko und Asagi/Shusui.

Bei Teichbesitzern sind insbesondere Butterfly Kois beliebt. Diese Fische erinnern mit ihren vergrößerten und fransigen Flossen optisch an Drachen. Verbreitet sind ein-, zwei- und dreifarbige Kois. Das Farbspektrum reicht hierbei von Rot, Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Orange oder Grün bis hin zu metallisch glänzenden Schuppen in Silber und Gold.

Wachstum und Alter

Mit den richtigen Wasserwerten und einer guten Teichhygiene können Kois zwischen 50 und 70 Jahre alt werden. Vereinzelte Exemplare sind sogar noch älter geworden. Schlechte Bedingungen im Teich verkürzen die Lebenszeit der Fische jedoch enorm.

Bei einer nahrhaften Fütterung erlangen einzelne Koi-Varianten eine Größe von über einem Meter. Dies gilt insbesondere für die Ogons, die Chagoi und die Karashigoi. Auch haben die Größe des Teichs, die Wassertemperatur und die Wasserqualität einen enormen Einfluss auf das Wachstum des Kois.

Haltungsempfehlungen

In Japan stehen den Kois riesige Naturteiche zur Verfügung, um das Wachstum der Fische zu begünstigen. Dort leben die Tiere unter natürlichen Bedingungen.

Aufgrund ihrer Werthaltigkeit werden Kois von Liebhabern gerne in keimfreien Gewässern gehalten. Im glasklaren Wasser ohne Pflanzen und Steine als natürliche Schattenspender können Kois einen Sonnenbrand bekommen. Auch eine zu dichte Besiedelung kann den Nachteil haben, dass sich die Kois untereinander mit Krankheiten anstecken. Eine grobe Faustregel besagt, dass in 1000 Litern Wasser höchstens ein Koi gehalten werden sollte.

Kois können in Wassertemperaturen zwischen 3 bis 38 °C gedeihen. Idealerweise sollten die Temperaturen im Frühjahr 14 bis 18 °C, in den Sommermonaten 20 bis 26 °C und im Herbst 15 bis 20 °C betragen sowie im Winter 4 °C nicht unterschreiten.

Empfehlenswert ist eine gut funktionierende Filtertechnik und die regelmäßige Überprüfung der Wasserwerte, insbesondere im Hinblick auf die Konzentration des Teichwassers mit Nitrit oder Ammoniak und die Feststellung des pH-Wertes.

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