Koi Lexikon

 

Wasserkreislauf

Die optimalen Bedingungen im Koi-Teich hängen vor allem ab von der Wassergüte den Wasserbewegungen. Rein stehende Gewässer, ohne jegliche Bewegung sind im Grunde tote Gewässer. Ist Bewegung innerhalb der Wasserfläche, kann auch ausreichend Sauerstoff im Wasser gehalten werden. Dadurch wird das Wasser zum Lebensraum und Biotop für allerlei Wasserwesen, vom Einzeller bis hin zum Koi. Die große Wassermenge, die der Koi verlangt sorgt ohnehin schon für einen hohen Reinheitsgrad und niedrige Nitrit- und Ammoniakwerte, die durch einen Teichfilter optimiert werden. Der Wasserkreislauf kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Denn hierfür finden sich unterschiedliche technische Geräte, die das Wasser in Bewegung bringen. Zum einen finden sich hierfür Skimmer, die meist mit der Strömung und dem Wind treiben und an der Oberfläche den groben Schmutz einsaugen und in einem Filter zurückhalten. Diese bringen ein wenig Bewegung in den Teich, aber dies ist noch nicht besonders viel. Viel mehr Bewegung schaffen Pumpen oder ein Teichbelüfter.

Wasserkreislauf bei warmen Temperaturen

wasserkreislaufPumpen und Teichbelüfter dienen ohnehin dem Zweck, dass in einer aufgewärmten Wassermasse, die den Sauerstoff nicht mehr halten kann ausreichend Sauerstoff zugeführt wird. Optimal ist es, wenn der Teich zusätzlich gut beschattet ist und nicht zu viel Sonneneinstrahlung abbekommt. Dann ist die Belüftung des Teiches durch einen künstlichen Wasserkreislauf noch erfolgreicher. Im kühlen Wasser ist der natürliche Wasserkreislauf eine Drehbewegung, ähnlich derer, die in Seen stattfindet. Dafür muss allerdings die Wassertiefe sehr hoch bemessen sein. Zwischen Sommer und Winter, also im Herbst und im Frühjahr hat dann das Wasser die Möglichkeit sich einmal komplett zu drehen. Die üblichen sanften Bewegungen im Teich, durch Pumpen, die vielleicht sogar einen kleinen Springbrunnen entstehen lassen oder durch Teichbelüfter, die einen ähnlichen Effekt besitzen, sind aber nicht so umfassend, wie die Umwälzung zwischen warmen und kalten Jahreszeiten.


Wasserkreislauf im Winter

Ungefähr bei einer Wassertemperatur von 3° C oder 4° C ist die Oberfläche des Wassers so abgekühlt, dass das wärmere Wasser aus der geschützten Tiefe nach oben steigt und das kühle nach unten hin verdrängt. Das kühle Wasser mit rund 4° C bleibt dann in der Tiefe und die Oberfläche friert schnell zu. Dieser natürliche Wasserkreislauf funktioniert regelmäßig und zuverlässig. Teichpumpen oder Belüfter stören diesen Kreislauf üblicherweise nur unwesentlich und sorgen regelmäßig für die Zufuhr von Sauerstoff im Wasser. Wichtig sind im allgemeinen auch die Temperaturen, die die Teichheizung konstant für die Koi Karpfen schafft. Auch hier ist zu beachten, dass leicht kühlere Temperaturen dem Sauerstoffgehalt im Wasser gut tun und im Winter, wenn die Fische im geschützten unteren Bereich bleiben, nicht mehr sehr viel Sauerstoff hinzugefügt werden muss. Hält die Pumpe auch im Winter den Wasserkreislauf in Bewegung und ist gleichzeitig eine Teichheizung im Einsatz, dann ist es auch möglich, dass die Wasseroberfläche eisfrei bleibt.

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