Koi / Japankoi
Wissens-Initiative Koi Karpfen

Koi Lexikon – alles über Koi Karpfen

Sehr geehrte Besucher,

wir haben uns der Passion Koi Karpfen verschrieben. Was im Jahre 2004 als reines Koi Lexikon begann, ist bis zum heutigen Tag zu einer umfangreichen Informationsressource angewachsen. Wir freuen uns daher darauf, Ihnen einen verständlichen, aber dennoch tiefen Einblick in die Welt der Koi Karpfen zu liefern und Einsteigern, wie auch fortgeschrittenen Koi-Liebhabern die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv in unserer Community auszutauschen.

Der Koi Karpfen

Koi KarpfenKoi Karpfen (aus dem Japanischen “Nishikigoi“, also “Brokatkarpfen”) werden umgangssprachlich auch kurz als “Koi” bezeichnet. Koi werden nicht wie bei der Karpfenzucht ansonsten üblich zu Nahrungszwecken gezüchtet, sondern in der Regel als Ziertiere und haben manchmal sogar den Status von Haustieren. (vgl. Bedeutung von “Koi”) Die langlebigen Karpfen galten den Chinesen bereits früh wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und angeblichen Gabe, Wasserfälle überwinden zu können, als Verkörperung von Kraft und Klugheit.

Zufällig auftauchende Farb- und Formvarianten der Karpfen wurden deshalb mit einer besonderen Ausprägung der diesem Fisch zugesprochenen Eigenschaften in Verbindung gebracht. Erste chinesische schriftliche Erwähnungen von Farbkarpfen sind weit über 2000 Jahre alt. Allerdings ist bis heute nicht geklärt, ob der Ursprung des Koi in China lag oder in einem anderen ostasiatischen Land wie Korea oder Japan. Möglicherweise stammen die ersten Farbkarpfen aber auch aus Mittelasien (Aralsee, Kaspisches Meer) oder sogar noch westlicher, nämlich aus dem Schwarzmeer-Donau-Raum.

Japanische Koi

Japanische KoiDie heute auf dem Markt angebotenen Koi stammen direkt oder indirekt in den meisten Fällen aus japanischen Zuchten. Eine Hochburg der japanischen Koi-Zucht ist das Gebiet um die Stadt Ojiya herum in der Region Niigata, in der Anfang des 19. Jahrhunderts Reisbauern begonnen hatten, bei der hier früh intensiv betriebenen Speisekarpfenzucht auftretende farbmutierte weiße, gelbliche und rote Fische auszusondern und gezielt zu züchten. Diese lange als regionale Folklore im übrigen Japan weitgehend unbeachtete Tierhaltungsform wurde 1914 beinahe schlagartig populär. Bei einer Landesausstellung in Tokio hatten die das ästhetische Gefühl der Japaner ansprechenden attraktiven Niigata-Koi das Interesse des Kronprinzen, dem studierten Biologen und späteren Tenno Hirohito, geweckt. In Japan gelten Koi als Symbole sowohl für Freundschaft und auch für Liebe. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Koi auch in außerjapanischen Zierteichen immer häufiger zu sehen.

Da japanische Koi weltweit als besonders gefragt gelten, unternehmen viele Koi Liebhaber, insbesondere aber auch Händler mehrmals pro Jahr eine Japanreise. Oftmals bieten Koi Händler daher nicht nur die Mitreise, sondern auch den Mitimport an. Im Rahmen einer derartigen Reise können Koi Fans mit ihren Händlern Japan besuchen und unter fachmännischer Anleitung direkt beim Züchter einkaufen. Man kauft also nicht die berühmt berüchtigte Katze im Sack, sondern kann seine Koi bereits selbst selektieren.

Koi Varianten / Varietäten

Koi VariantenDie Anzahl der Varianten und Untervarianten ist enorm. Es werden heute etwa 16 Grundformen mit weit über hundert Varietäten unterschieden. Dazu zählen ein- und mehrfarbige Zuchtformen, die es in vielen farblichen Spielarten gibt. Neben weißen und schwarzen Koi, tummeln sich auch orangefarbene, grüne, silbermetallene oder blaue sowie bunte Zierkarpfen in den Becken ihrer Eigentümer. Zu den bekanntesten Koi-Arten gehören der weiße Kohaku mit dem charakteristischen großen roten Rundfleck und der einfarbige Ogon in Silber- oder Schwarzmetallic.

Auch die Formen sind unterschiedlich: gedrungen oder schlank, ein Meter lang, zehn Zentimeter klein oder auch mit auf viele Betrachter grotesk wirkenden Fransenflossen wie bei den Schmetterlings-Karpfen. Zu den zahlreichen Varietäten der Koikarpfen zählen auch in der Schuppenausprägung den europäischen Spiegelkarpfen ähnelnde Koi, die nach dem japanischen Wort für „deutsch“ als „Doitsu“ bezeichnet werden. 2003 sorgte eine neue Variante mit einer an ein menschliches Gesicht erinnernden Farbgebung nicht nur in der Fachwelt für Aufsehen.

Die im Prinzip in der Haltung anspruchslosen Koi sind mittlerweile nicht nur als bestaunte und beruhigende Teichbewohner beliebt, die bei ausreichender Wasserqualität und guter Pflege ungefähr 50 Jahre oder sogar angeblich über 200 Jahre alt werden können, sondern spielen auch wirtschaftlich eine bedeutende Rolle. Die Koi-Zucht ist zu einer prosperierenden und ausgesprochen professionell betriebenen Branche avanciert. Auch als Geldanlage sind Koi, die zum Teil Liebhaberpreise von mehreren zehntausend Euro erzielen, für risikobereite Anleger interessant. (vgl. Koi Kosten)

Koi Gesundheit & Krankheiten

Gesundheit & KrankheitenIn unserer Initiative haben wir alle eines gemein: wir sind Tierliebhaber. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Kois besitzt daher oberste Priorität für uns. Wir halten es daher für elementar wichtig, über diverse gesundheitliche Themen zu berichten und Koi Liebhabern die Möglichkeit zu geben, unsere Tipps im heimischen Teich zu realisieren. Dies stellt aber per se eine Gratwanderung dar. Wir sind keine Tierärzte und können daher – insbesondere, wenn redaktionelle Beiträge von gesundheitlichen Grundlagen in Richtung Krankheiten tendieren – immer dazu raten, dass ein Fachtierarzt involviert wird. Auch wenn Koi per se relativ robust sind, sollte man immer bedenken, dass die Lebensdauer zwischen 10 und 70, vielleicht sogar bis hin zu 200 Jahren betragen kann. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn wirklich optimale Bedingungen im Koiteich vorherrschen und sich der Besitzer exzellent um seine Schützlinge kümmert.

Wir halten es für unabdingbar, über Koi Krankheiten zu informieren, da diese in den meisten Fällen unmittelbar mit den Aufzucht-, Hälterungs- und Futterbedingungen verwoben sind. Auf unseren Seiten finden Sie daher ausführliche Informationen rund um häufig auftretende Krankheitsbilder wie das Koi Herpes Virus oder beispielsweise auch Parasiten, damit Sie Ihren Schützlingen immer die best möglichen Hälterungsbedingungen bieten und Ihren Bestand nachhaltig schützen können.